er schrieb

mich in den Sand
den schwarzen den feinen groben
den kieseligen kalkigen
muscheldurchsetzten

er schrieb mich in den Sand
auf dem wir gingen handverwoben
mit leergewehten Köpfen und Augen
die quer durch die Zeit sahen
in den Sand in dem wir lagen
mit Häuten aus Licht

durchsichtig wie das Wasser
er schrieb mit Fingern
durch die der Sand gerieselt war
und er war wütend darüber und schrieb
und aus den Haaren rieselte der Sand
und zwischen den Schenkeln
klebt er noch immer

Dörte Herrmann    Das Soundfile zum Gedicht! (gelesen von der Autorin)

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