Nachtfarben

dein Arm und Wort
reichen noch immer in mich

du fehlst

dein Geruch legt sich schlafen
unter mein Zwerchfell
tausendfingrig rührt
dein dunkler Schmerz an meinen

du fehlst

und jedes deiner Lächeln strahlt in mir
dein grüner Blick umspühlt
meine geschlossenen Augen

Nachtfalter tanzen auf Wangenknochen
den letzten Tanz
bevor sie sterbend
in die Nacht stürzen
 
Dörte Herrmann

Das Soundfile zum Gedicht!
(gelesen von der Autorin)

Mit diesem kleinen Player kann man das Gedicht anhören.